Popeye und der Bienenstich

Hey, ich liebe Bienenstich. Die Creme da zwischen den zwei fluffigen Teigplatten, das klebrigsüße Gepinsel mit den Mandeln obendrauf, boah. Dazu ein Kaffee.
Träume sind schon was schönes. Bienenstich gibts hier leider nicht. Habe zumindest noch keinen gesehen. Aber in anderer Form gibts die. Letzte Woche attackierte mich eine schwarze Biene. Die ließ nicht locker bis sie den Stachel plaziert hatte. Am Unterarm. Da wo man den Puls misst. Knapp unterhalb des Handgelenkes. Da hatte ich meinen Bienenstich. Dauerte etwas den Stachel rauszufriemeln, dabei drückte ich wohl das restliche Gift rein. Man das brannte vielleicht… Eine Zwiebel halbiert und daraufgepresst. Nach ein paar Minuten war das Brennen dann vorüber. Optisch war da auch nicht viel zu sehen, nur leichte Rötung.
Früh am Morgen aufgewacht. Der Schmerz im rechten Unterarm unterbrach die Nachtruhe. Der Arm: heiß, rot und angeschwollen. Bis zum Ellbogen. Die Audienz bei der lokalen Imkerin löste nur ein Lachen derselben aus: „Dauert drei Tage, mach Eis drauf, öffne den Stich mit einer Nadel und mach frischen Knoblauch dran!“ Ich solle froh sein, dass es nur ein Stich sei. Als Imkerin sei sie anderes gewohnt. Na denn.
Ich suchte Trost beim Nachbarn. Mein Problem musste ich ihm gar nicht schildern, es war offensichtlich. „Siehst aus wie Popeye“.