Gscheits Brod

endlich mal wieder. Habe im Beefshop in Asu so richtig gutes Roggenvollkornmehl bekommen. Nicht so ein Gelumpe von Mehl wie letzes Mal von einem anderen Hersteller, da waren noch Blätter und halbe Körner drin, bäh…
Auf jeden Fall habe ich einen Sauerteig angesetzt. Mehl mit Wasser, stehen lassen, füttern, stehen lassen, füttern, stehen lassen, fertig zum Teigmachen und backen. War die Kurzform. Tatsächlich dauerts 3 Tage. Gestern mittag den Teig gemacht und noch ein paar Stunden gären lassen. Die eigentliche Backerei ist zur Zeit die größte Herausforderung. Denn mein Ofen steht noch in meiner alten Heimat.
Also muss der Grill herhalten. Wir haben hier so einen Monstergrill, sieht aus wie ein querliegendes Fass in der Mitte geteilt mit Scharnieren zum Aufklappen. Der ist so groß, da habe ich unten Ziegel reingelegt sonst brauch ich da jedesmal 5 Kilo Kohle… Das mit den Ziegeln hat dann aber auch den netten Nebeneffekt, dass die Wärme gut gespeichert wird was mir jetzt hier im speziellen Fall des Brotbackens auserordentlich entgegenkommt. Ich mach das ja nun nicht zum ersten Mal, hab also schon Übung drin. Ein großes Brot geht nicht. Wird schwarz und bleibt innen doigich. Zu klein ist auch nicht gut, da hast du dann nur Kruste. Ist nicht schlecht zum Knabbern, aber um die grobe Kalbsleberwurst draufzuschmieren taugt das nicht.
So wie auf dem Bild, so 200-300g schwere und ca. 1 cm dicke Fladen… Das wird gut. Natürlich immer unter der Prämisse einer perfekten Glut mit der zugehörigen optimalen Temperatur.
Wisst ihr was das Geilste an der Brotbackerei im Grill ist?
Der Rost wird nicht versaut.
Ach ja, natürlich Essiggürkchen zum Kalbsleberwurschtbrod.