Acerola

Von der Hauptstraße bis zu unserem Ferienhäuschen sind es ca. 600 m. Auf halber Strecke wachsen an der Seite 2 Büsche mit Acerolakirschen. Gestern haben wir uns ein paar Handvoll gepflückt, um uns daraus einen Saft zu pressen. Vorab haben wir uns ein wenig bzgl. der Frucht schlau gemacht, die Kirsche – die ja gar keine Kirsche ist – wird in höchsten Tönen gelobt. Von Superfood über Radikalfänger und Vitaminbombe… So wie ich das gelesen habe, hat diese Acerolakirsche richtig viel Vitamin C. Zu Zeiten von Skorbut bestimmt hilfreich, aber gibt es heutzutage tatsächlich noch Vitamin C Mangel? Meines Erachtens wird viel Tamtam gemacht und Staub aufgewirbelt, damit man den Saft und das Pülverchen für viel Geld an den Mann / die Frau bringen kann… Wie sagte „Frau Lindenstraße“? : Wenns schee macht…

Auf jeden Fall habe wir aus unseren Kirschen mit Hilfe der licuadora einen Saft produziert. Es war eher Mus, da das Fruchtfleich mit püriert wurde. Der erste Trinktest war schon ernüchternd. Das Zeug ist etwas sauer. Mit Zucker schmeckte der Saft allerdings richtig gut. Schön dezent nach Kirsche aber noch so ein bißchen exotisch. Pur macht der Saft nicht wirklich was her. Dann lieber die leicht strutzelnden Früchte direkt vom Baum essen, oder den Saft mit z.B. Ananas- oder Melonensaft mischen. Beides gibts hier auch an jeder Ecke zu kaufen.