25°C

Gestern morgen um 6.00 Uhr kamen Sie angerückt, mit schwerem Material und allem Equipment das nötig ist, um einen Brunnen zu bohren. Stadtwasser gibt es hier zwar auch, aber unzureichend. Außerdem wollen wir einen Pool, da brauchts schon etwas mehr Wasser. Zudem gibt es hier in unserer Region sehr viel Grundwasser. Sagen wir mal so: Du kannst hier deinen Brunnen einfach bohren (lassen), keinen stört es und: du brauchst NICHT um Erlaubnis fragen. Niemanden.
Die ganze Aktion dauerte bis 18.00 Uhr. Bohrturm aufbauen, dann ca 13m „vorbohren“. In diese 13m kam dann ein dünnwandiges Stahlrohr mit ca. 20 cm Durchmesser. Das diente dann als Führung für den eigentlichen Bohrvorgang. Im Prinzip funktionierte das wie bei einer Schlagbohrmaschine. Der Bohrkopf vorne war ca 10 cm nach vorne beweglich. Und das Schlagen wurde mit Luft durchgeführt. Aus diesem Grund war auf dem LKW ein riesiger Kompressor montiert. Die Luft wurde durch das Bohrgestänge zum Bohrer nach unten geführt, da hämmerte es, und das losgelöste Material wurde an der Seite durch die Luft und das Wasser nach oben gespült. Spektakulär…
Nach 30 m war das Grundwasser erreicht. Wir bohrten bis auf 90 m… (Man weiß ja nie…).
Dann wurden 90m Rohr mit ca 11 cm Durchmesser bis auf den Grund geschoben. Die unteren 30 m des Rohres haben feine Einschnitte, damit das Wasser von außen in das Rohr fließt. Anschließend wird der Raum zwischen Rohr und Erde mit feinem Kies aufgefüllt. Oben drauf eine Schubkarre voll Beton um alles zu fixieren.
Eine Tauchpumpe kam in das Rohr und schon sprudelte das Wasser. Sehr schmutzig. Wir spülten den Brunnen die ganze Nacht ohne Unterbrechung mit ca 4 m³/h. Heute morgen hatten wir kristallklares Wasser. Lecker und ganz weich. Wasserhärte praktisch nicht vorhanden.
Ach ja. Fast vergessen: Das Wasser hat tatsächlich 25° C direkt aus dem Brunnen…