Fischen

Gestern früh rief mich ein Bekannter an und fragte ob ich Lust zum Angeln hätte. Ich schaute kurz auf meinen Kalender und stellte erfreut fest, dass ich keine Termine hatte. Außerdem war ja eh Sonntag. Zur Kirche wollte ich auch nicht, also sagte ich zu. Auf seinem Grundstück hat er zwei Teiche voll mit Tilapias. Wir trafen uns an den Teichen. Als Köder (ihr müsst jetzt stark sein) brachte er einen Eimer toter, halbwüchsiger Hühner mit. Mit dem Cutter die Brust aufgeschlitzt und die Hühnchen aufgebrochen. Egal was du von dem Huhn an den Haken hängst, die Fische beissen an. Das Beste als Köder ist allerdings der Darm. Den fädelst du auf den Haken, je mehr desto besser. Sieht aus wie ein riesiger Wurm. Da fahren die Tilapias voll darauf ab.
Bis Mittag hatten wir einen großen Eimer voller Fisch, das Abendessen war gesichert. Die Tilapias waren so um die 30 cm lang. Ich nehme die gar nicht aus, sondern ich schuppe die Fische und schneide nur auf beiden Seiten das Filet heraus. Viel mehr Fleisch ist eh nicht dran. Die Bauchlappen sind dünn und voller Gräten. Das Gefuzzel spar ich mir. Zubereitung:
Filets salzen, in Mehl wenden, abklopfen, zuerst auf der Fleischseite in Öl anbraten, wenden, Herd ausschalten, ein Stück Butter in die Pfanne, fertig garen lassen.
Diese frischen Tilapia schmecken zwar besser wie die, die ich in D schon gegessen habe, aber es ist halt Tilapia. Ein fader Fisch.