Bunt, Bunter, Ubuntu

Ich habe es getan. Ich verbannte Windows von meinem Lapi. Die letzten Tage testete ich einige Linux Distributionen und entschied mich dann Ubuntu zu installieren. Letztes Jahr hatte ich schon einmal so einen Anfall, der endete dann im Chaos mit einer nicht mehr bootbaren Festplatte. Da hatte ich Win10 und Ubuntu paralell auf einer Platte, diesmal habe ich Linux auf einer separaten Festplatte installiert.

Mein Lapi kann 2 Festplatten, deshalb wollte ich Anfangs wieder so ein Paralelldings machen. Nachdem ich aber Firefox und Thunderbird problemlos migrieren konnte sowie einen würdigen Ersatz für meinen 2 Fenster Dateimanager fand verwarf ich diese Idee wieder. Die Windows Festplatte werkelt in einem externen USB Gehäuse und kann bei Bedarf angestöpselt werden um eventuell noch vergessen Daten zu holen. Für meinen Bildbetrachter (IrfanView) habe ich als Ersatz „Nomacs“ gefunden. Funzt astrein, für mich das wichtigste dabei ist, dass ich stapelweise Bilder umbenennen/verändern kann. Zum Beispiel konvertiere ich die Größe der Bilder für den Blog von ca. 5MB auf ca. 600kB. Spart Speicherplatz beim Hoster und kostet weniger Ladezeit.
Der wohl wichtigste Aspekt war aber, dass es die VirtualBox von Oracle auch für Linux gibt. Ich habe drei virtuelle Maschinen, XP (yes!!), Win7 und Win10. Diese ließen sich völlig problemlos hier auf dem Linux Wirt einbinden. Win7 und Win10 wollten eine neue Aktivierung, da sich die „virtuelle“ Hardware geändert hatte, diese war nach einigen Sekunden erledigt.
Jaaa, aaaber da ist ja noch Windows drauf denkt ihr jetzt.
Ja. in den virtuellen Maschinen. Die laufen ja nur nach Bedarf. Und die laufen dann unter Linux, heißt, ich muss das System nicht wechseln.
XP habe ich noch weil da im Unterbau noch DOS werkelt. Da bekomme ich noch so uralt Zeugs zum Laufen. Beispielsweise Visam aus den 90gern, alte Programmiersoftware wie ProTool und das eine oder andere Spiel. Auf Win 7 läuft meine bis letztes Jahr genutze Siemens Programmiersoftware sowie meine Visualisierungssoftware VBase.
Noch immer kommen ab und zu Kundenanfragen, dann schau ich in den Projekten nach, in den VMs.
Unter Linux gibt es auch ein Windows Emulationssystem Namens „wine“, will ich aber nicht benutzen. Außerdem ist das auch nur eine Krücke damit ein Windowsprogramm unter Linux läuft. Wie ich in verschiedenen Foren gelesen habe zickt das manchmal, alle Windowsprogramme gehen eh nicht da muss für jedes einzelne geprüft werden… Ne. ich bin zu Linux um es einfacher zu haben.
Ich musste zwar etwas Zeit investieren, einiges funktioniert doch anders, allerdings nach Lektüre der Ubuntu-Wiki fühle ich mich jetzt wohl bei meiner Entscheidung. Nicht zu vergessen eine große Community rund um Ubuntu. Auch in deutscher Sprache.