Ja, ja, die Bakterien…

So schön das auch mit den Joghurts angefangen hat so tat sich doch der eine oder andere Fallstrick auf.
Dieser Joghurtmaker hat 7 Gläschen dabei. Die haben ca. 160 ml. Ich denke mal das ist so bewusst gemacht, dass man aus einem Liter Milch Joghurt herstellen kann und nix über hat. Sechs Portionen plus eine um einen neuen Ansatz herzustellen. So die Theorie.

Wie sagte Frieder so schön:
Was man theoretisch richtig findet, das kann ziemlich weit weg sein von dem, was man praktisch aushalten kann.„(*)

Egal.
Also, es stellte sich heraus, dass diese 6 Bonsaigläschen für uns zwei einfach nicht reichten. Und jeden Tag Joghurt machen hatte ich keinen Bock, zudem der ja im Kühlschrank minimum eine Woche halten würde.
Außerdem veränderte sich der Joghurt mit jedem neuen Ansatz. Er wurde immer saurer und auch immer lappriger. Ab dem dritten Ansatz war er für uns optisch und geschmacklich zu weit weg vom Original.
So starteten wir Versuche mit größeren Gebinden in unserer „Kühlbox“, die ja genausogut die Wärme halten konnte. Zudem machten wir letzte Woche 2 Versuche auf der Terrasse, wir hatten ja 42 Grad draussen. Wir experimentierten mit verschieden Reifezeiten, Behältergrößen und „Impfmengen“, sprich der Zugabemenge des Originaljoghurts bzw. des Erstansatzes.
Alles wurde natürlich verkostet und verglichen.
Im gekauften Originaljoghurt ist laut Typenschild nur Milch und eine Bakteriensorte vorhanden. Da wir bei unserem Ansatz zwangsläufig Bakterien aus unserer Umgebung mit einbringen werden diese natürlich auch mit vermehrt. Beim ersten Mal überwiegt das Original, mit jedem weiteren Ansatz vermehren sich die anderen mehr und mehr und haben Einfluß auf den fertigen Joghurt. Der wird halt säuerlicher und dünnflüssiger. So ein bißchen wie Sauermilch, wers kennt.
Ein Versuch steht noch aus. Ich habe vom Originaljoghurt eine Portion zum Ansetzen eingefroren. Ich will wissen, ob die Bakterien das soweit überleben um wieder einen Joghurt herzustellen. Da muss ich aber noch warten, denn mindestens 14 Tage sollen sie schon frieren.

(*) Bov Bjerg – Auerhaus