Nur 24 Stunden

cafe con leche

oder einen ganzen Tag lang warten. Je nach Blickwinkel kurz, oder lang. Liegt wie immer im Auge des Betrachters. 24 Stunden am Flughafen sind verdammt lang, im Bierkönig kurz…

Ist ja schon lustig wie man so schön sagt: relativ lang oder entsprechend, relativ kurz. Als ob die Zeit relativ wäre. Was sie ja auch ist. Aber nur im speziellen Fall bei Geschwindigkeiten ganz, ganz, ganz nah an der Lichtgeschwindigkeit.

Ach wie liebe ich dieses Thema. Zeitdilatation. Faszinierend.

Aber trifft hier nicht zu. 24 Stunden sind 24 Stunden und immer gleich lang. Basta.
Und wenn du keinen Strom hast, dann sind diese 24 Stunden lang. Seeehr lang. Und wenn dir dein Maracujasaft aus dem Eisfach tropft, ist das eine gefühlte Ewigkeit.

Dienstag abend hatten wir einen heftigen Gewittersturm. Die Wetterorakler hatten da mal wieder vorher gar nix auf dem Radar. Als hier dann das Gewitter losbrach gingen die Sturmwarnungen raus.
Womit wir wieder bei der Weisheit aller Weisheiten sind: Wenn du wissen willst wie das Wetter ist (wird), geh vor die Türe.
Die Sturmböen haben dann natürlich ganze Arbeit geleistet und etliche Bäume entwurzelt und viele Äste abgerissen. Dabei wurden auch wieder einiges an den oberirdischen Leitungen beschädigt. In unserer Zufahrt wurde 1 Phase der Hochspannungsleitung abgerissen. Überhaupt war es in unserer näheren Umgebung sehr heftig.
Der Strom fiel abends um 8 aus.
Am nächsten morgen dann mussten wir nach Asuncion. Strom war noch keiner da. Wir kamen am späten Nachmittag zurück.
Da war dann „ein bißchen“ Strom.
1 Phase 22 Volt, 1 Phase 85 Volt, die dritte Phase 110 Volt. Diese 3. Phase war dann zufällig die in der Küche. Und diese 110 Volt reichten dann aus, dass die LED Leuchten an der Wand vor sich hin brannten.

Während wir dann darüber diskutierten was wir mit unseren ganzen (noch halbwegs) gefrorenen Säften machen sollen, war dann der Strom wieder in voller Leistung da.

Und heute haben wir dann das Eisfach geputzt. Alles riecht nach Maracuja und bebbt ohne Ende…