Orconte

Orconte

Orconte, ja ich glaube so hieß das Dorf. An der RN4 von Nancy nach Paris. Kurz hinter Saint-Dizier von hier aus betrachtet. Ich kann mich noch vage daran erinnern. Das muss 1983 gewesen sein, als ich das erste Mal dort war. Oder 1984?

Shit. Fast 40 Jahre hinterlassen ihre Spuren im Gedächtnis.
Nach Orconte verschlug es mich zufällig. Direkt nach meinem Schulabschluss, naja eher Schulabbruch, fuhr ich mit meinem FIAT 127 Richtung Paris. Mit Zelt, Angelzeugs und was mir damals noch wichtig war.

Auf jeden Fall ist in der Nähe von Orconte ein Stausee, Le Lac du Der. Schien mir damals ein lohnenswertes Ziel. War es dann auch. Nur dass dieser Stausee nichts besonderes war, denn dort in der Region gibt es gar keine Berge, geschweige denn Hügel. Beinahe topfeben ist es dort. Die Staumauer ist eher ein Wall und der See eigentlich eine riesige Pfütze. In der gesamten Region hat es unzählige Kiesgruben, ich denke das war ursprünglich auch mal so eine Grube. Oder mehrere um die man dann einen Wall zog.
Ist auch egal, da war ich nur ein- zweimal zum baden.
Hauptaugenmerk lag auf einem der Baggerseen, den da waren Fische drin. Und ich war Angler. In Orconte auf der Poststelle konntest du dir eine Erlaubnis zum Fischen kaufen. Mehr war nicht wichtig.
Unser Zelt schlugen wir direkt am Ufer auf.
Fertig.

Also, jetzt wenn ich so darüber schreibe fällt mir immer mehr dazu ein…
Ich war doch tatsächlich fünfmal dort!
Wobei die letzte Reise war dann ein echter Flop. Wir wollten dort angeln und waren auch zwei Tage am See. Doch wir hatten keinen Biss und es gab auch keine Anzeichen von Fischen. Es stellte sich dann auch heraus, dass der Baggersee komplett leergefischt war. Dann packten wir halt unseren Krempel zusammen und fuhren in die Provence.

So mal am Rande:
Damals gab es noch diese riesigen Faltkarten. Ich glaube die heutige Generation würde schon am aufklappen und auseinanderfalten der Karten sang- und klanglos scheitern.