Señor Döner

Döner

Abwechslung auf dem Speiseplan! So könnte man das natürlich auch sehen. Anfang des Jahres starteten hier in Paraguay ein paar deutsche Einwanderer mit der Eröffnung von Dönerbuden. Tiefergehende Informationen findet ihr auf deren Webseite.

Sie preisen ihren Döner als gesunde umd nahrhafte Speise an. Aber machen wir uns nichts vor. Döner ist Junkfood. Der wird nicht wegen seiner gesundheitlichen Vorzüge gegessen, sondern weil das einfach geiles Zeug ist. Das krosse, rezente Fleisch mit dem Alibigrünzeugs und der Joghurtsoße, garniert mit „bissle scharf“ kommt einfach gut. Vor allem wenn man tags zuvor einen pichelte und einen Brand hat. Nix besseres als einen Döner gibt es darauf.
Und nur im Original, aus Lamm. Vielleicht noch Kalb.
Aber wie es halt so ist, alles wird verhunzt und verschandelt. Ich sag nur Coq au vin.
Döner mit Hähnchenfleisch. Geht für mich gar nicht. Ging früher schon nicht. Oder Pute.. Bäääh!

Gestern dann ließ ich mich breitschlagen, einen Giggerdöner zu essen. Eigentlich wollte ich einen Rinderdöner, doch den gab es just zu diesem Zeitpunkt an dieser Dönerbude nicht, weil der Drehspieß kaputt war. Also Giggerdöner. Ist ja nicht so, dass ich das nicht probieren würde.
Und ich sage euch, ich war überrascht.

Hat mit einem Döner, so wie ich ihn kenne, noch weniger zu tun als das ich mir vorher schon vorstellte.

Das Brötchen (eine Art Brioche) etwas trocken, viel Grünzeug, wenig Fleisch. Und das Fleisch fad.
Optisch macht das Teil was her, geschmacklich aber nicht.

Wenn Huhn, dann vom Spieß als Goldbroiler oder ausgekocht als Hühnerbrühe.

Ok, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Ich werde demnächst nochmals einen verköstigen.
Nein, zwei. Denn wie gesagt es gibt auch Döner mit Rindfleisch.