Wasserverschwendung

Wasserverschwendung

Boah Leute, was für ein angenehmer, frischer Morgen. Ein Hauch von Herbst weht über das Land. Der Südwind hat endlich die schwüle Luft verdrängt und die Nachttemperaturen auf angenehme Werte gesenkt. Da kann ich doch gleich mal viel besser Gehirnakrobatik betreiben.

Ist zwar erst ein paar Tage her, dass es ordentlich geregnet hat (2 Tage hintereinander!) doch einige Pflanzen hätten doch schon gerne wieder Wasser. Die Dattelpalmen, einige Zitrusfrüchte, der Kiwi und die Granatäpfel. Sind alle noch sehr klein und lummeln schnell wenn es kein Wasser gibt.

Da das Wasser eher gemächlich aus dem Schlauch fließt, dauert die Gießerei entsprechend. Und weil der eigentliche Gießvorgang keine besondere Aufmerksamkeit benötigt kann man da ganz schön vor sich hinstudieren. In der Regel kommt da nichts besonderes heraus.
Heute morgen ist es sehr angenehm, vielleich spülte mir mein Gehirn deshalb ein paar ganz alte Kamellen hoch.

Ist minimum 40 Jahre her. Da wohnten wir in Ingersheim. Engerschä uff schwäbisch.
Meine Mutter war eine sparsame Hausfrau.
Damals brauchten die Waschmaschinen noch richtig viel Wasser. Ich glaube so um die 130 Liter pro Ladung. Meine Mutter fing das Spülwasser der Waschmaschine in Eimern auf. Die wurden ins Klo gestellt. Damit wurde dann gespült.
Wasser sparen, sagte Ma.

Hmm. Wasser sparen. Ich weiß nicht ob es darum ging ein paar Pfennige an der Wasserrechnung einzusparen oder dieses Spülwasser der Waschmaschine „ungenutzt“ den Gully hinabfließen zu sehen.

Da stand ich mit meinem Schlauch in der Hand und rechnete mal hoch wieviel Wasser ich so „vergieße“. So grob überschlagen
werden es wohl 2.000 Liter am Tag sein.
Mal überlegen. Das Gießwasser sickert in den Boden. Ein Teil verdunstet, einen Teil nimmt die Pflanze auf, der Rest versickert.
Der verdunstete Teil wird irgendwo wieder runterregnen. Der versickerte wird irgendwann wieder im Grundwasser landen. Die Pflanze wird irgendwann verrotten und alles wieder an die Natur zurückgeben.

Unser ganzer Wasserverbrauch im Haus läuft über ein Kammersystem zur Vorklärung in die Sickergrube. Also alles irgendwann wieder im Grundwasser.
Ja,ich gehe großzügig mit meinem Wasser um. Aber ich verschwende es nicht. Was gebraucht wird wird gebraucht. Wenn die Bäume groß sind, holen sie sich das Wasser ja auch aus dem Boden und das nicht wenig.
Eigentlich ist es doch so, dass der überwiegende Teil der entnommenen Wassermenge direkt wieder zurückgeht in die Erde.

Außerdem, hier gibt es mehr als genug Wasser. Schaut mal her:
Letzte Woche hat es um die 100 Liter pro m² geregnet.
Mein Grundstück hat 8.000 m².
Alleine auf meinem Grundstück fielen 800.000 Liter Regen =800 m³!
Um uns herum sind hunderte Hektar Zuckerrohr, Weide und Baumbestand. Und ziemlich eben ist es auch, der großteil versickert also.

Jetzt stellt euch einen großen Tanklastzug vor, der hat so 25 bis 30 m³ Fassungsvermögen.